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Der Tarantino der frühen Science-Fiction

By 23. April 2015Allgemein

x-page-027Albert Robida, dem es so gut gelang, die Auswirkungen neuer und zukünftiger Erfindungen in den bürgerlichen Alltag zu zeichnen, irrte in einer Sache ganz stark. 1919 sagte er über die Menschen der Zukunft: „Sie werden ihren Alltag im Räderwerk einer total mechanisierten Welt verbringen, in einem Maße, dass ich mich frage, wie sie noch die einfachsten Freuden genießen wollen, die uns zur Verfügung stehen: Stille und Einsamkeit. Aber da sie all das überhaupt nicht kennengelernt haben werden, wird es ihnen auch nicht fehlen.“ Doch, es fehlt ihnen bereits heute.

Albert_Robida

Robida, der französische Schriftsteller, Zeichner, Maler, Karikaturist und Journalist, ist heute vor allem noch durch seine, von ihm auch illustrierte, Trilogie von Science-Fiction-Romanen (1883 – 1890), bekannt. Diese zeigen das 20. Jahrhundert mit seinen neuen technischen Möglichkeiten.

 

 

Was sah Robida voraus?

  • die Gleichstellung der Frau – Hosen tragende, rauchende Ärztinnen und Anwältinnen; das aktive und passive Wahlrecht
  • den Massentourismus
  • die Umweltverschmutzung
  • große Kriege mit Raketen und chemischen Kampfstoffen
  • das „Telephonoskop“, ein Bildschirm, der Nachrichten verbreitet und Telefonkonferenzen ermöglicht

In seinen Romanen gelang es Robida, Fiktion mit Kunst und Satire vortrefflich zu verbinden. Schon allein seine Zeichnungen sind mehr als nur einen Blick wert.

Alle Bilder: Wikimedia/Public Domain